Gründung und Werdegang der Ortsgruppe Köngen und Umgebung e.V.



Die Gründung der OG erfolgte am 14.Mai 1934 Ins Leben gerufen wurde der Verein von ein paar Männern, die jeden Sonntag mit dem Fahrrad nach Esslingen gefahren waren, um dort Hundesport betreiben zu können. Dies wurde mit der Zeit zu mühselig. Nachdem die bestehenden Ortsgruppen in der Umgebung - das war außer Esslingen noch Bernhausen - ihre Zustimmung gegeben hatten, stand einer Genehmigung der Vereinsgründung durch den Hauptverein nichts mehr im Wege.

Von 1934 -1938 begleitete Rudolf Bantel das Amt des 1 Vorsitzenden. Da noch kein Übungsgelände vorhanden war, wurde auf dem Sportplatz beim Neckartal die Ausbildung abgehalten. Um weitere Mitglieder für den noch jungen Verein zu gewinnen, wurden in Unterensingen, Wendlingen, Deizisau und Denkendorf Vorführungen durchgeführt. Dass dies schon damals weitsichtig und zukunftsorientiert war, zeigt sich noch heute, da diese Gemeinden immer noch zum Einzugsgebiet unserer OG gehören.

Im Jahre 1938 wurde Adolf Spohn zum 1. Vorsitzenden gewählt, er hatte dieses Amt 34 Jahre lang, bis 1972, inne. Innerhalb dieses Zeitraumes entwickelte sich unsere OG zu einem anerkannten und vorbildlichen Verein innerhalb der Landesgruppe. Dies wurde nicht nur durch zahlreiche Erfolge untermauert, sondern zeigte sich auch in der Harmonie mit den umliegenden Ortsgruppen, mit denen Arbeitsgemeinschaften gebildet wurden -zum Wohle des Deutschen Schäferhundes und zur Pflege der Kameradschaft. Doch es gab nicht nur sonnige Zeiten. So musste der Verein in seiner Geschichte insgesamt viermal seinen Ausbildungsplatz wechseln. Zum letzen Mal im Jahre 1969, wo man das Gelände " Auf den Sichenwiesen" im Zuge der Neckarbegradigung räumen musste. Die erneute Suche nach einem geeigneten Platz war nicht einfach, schließlich fiel die Entscheidung für das Gelände " Auf der Höhe". Wiederum kostete es viel Mühe und Arbeit, das Gelände als Übungsplatz herzurichten, großer Einsatz der Mitglieder und gute Kameradschaft haben es jedoch möglich gemacht. Doch ohne die tatkräftige Unterstützung des Bürgermeisters, des Gemeinderates und der Gemeindeverwaltung wäre dieser reibungslose Umzug nicht möglich gewesen.

Von 1972 -1975 war der 1 Vorsitzende Otto Zaiser. Ab 1975 übernahm Hans-Dieter Stuttfeld die Vereinsführung.

Durch den ständigen Zuwachs an neuen Mitgliedern wurde das Vereinsheim bald zu klein und wir entschlossen uns zum Bau eines neuen Vereinsheimes. Im Jahre 1978 wurde damit begonnen und das meiste in Eigenleistung erstellt. Durch die zahlreiche Unterstützung der Mitglieder konnten wir im Januar 1979 erstmals in unser neues Heim einziehen. Die offizielle Einweihung erfolgte am 19 u. 20 Sept. 1981, verbunden mit einem Pokalkampf und war ein voller Erfolg.

Von 1983 - 1987 nahm Wilhelm Mühlich das Amt des 1 Vorsitzenden wahr, als Nachfolger des zu früh verstorbenen Hans-Dieter Stuttfeld.

Seit 1987 begleitet das Amt des 1. Vorsitzenden Klaus Spohn, der in der LG Württemberg von 1983 bis 1992 als Lehrhelfer tätig war.

Im Jahre 1986 hatten wir die Möglichkeit, ein direkt an das Vereinsheim angrenzendes Wiesengrundstück mit ca. 50ar zu pachten. Wir nahmen die Gelegenheit wahr und legten uns einen neuen Ausbildungsplatz an, so dass die OG heute über zwei voneinander unabhängige Plätze verfügt und mit Stolz behaupten kann, einen der schönsten Plätze der Landesgruppe zu besitzen. Die Größe des neuen Platzes machte es uns auch möglich, erstmals LG Veranstaltungen nach Köngen zu holen. So führten wir 1989 und 1994 die LG WUSV Qualifikation und 2008 die LG FCI Qualifikation in Köngen durch.

Im Jahr 1996 wurde durch engagierte Mitgliederinnen eine Agilitygruppe gegründet die in der Zwischenzeit ein fester Bestandteil in unserer Vereinsfamilie ist. Seit 1999 führen wir regelmäßig Agilityturniere durch, die sich nicht nur in der näheren Umgebung größter Beliebtheit erfreuen.

Mit dem Leitgedanke des Gründers vom Verein für Deutsche Schäferhunde dem Rittmeister Max von Stephanitz "Schön ist was dem Gebrauch dient" sind auch Mitglieder unserer OG züchterisch aktiv. So gehören die Zuchtstätten vom Haus Frommer, vom Beurener Fels, vom Altbacher Wald, vom Rankbachtal und vom Kernenturm zu unserem Verein. Die Zuchtstätte von der bösen Nachbarschaft, mit dem leider im Dez. 1998 viel zu früh verstorbenen Roman Schuler, war sicherlich die bekannteste und bedeutendste Zuchtstätte in unseren Reihen und prägte weit über die Landesgrenzen hinaus das Zuchtgeschehen.

Am 29.11.1991 wurde unsere OG, nach langen Auseinandersetzungen mit dem Hauptverein, als eingetragener Verein anerkannt und ins Vereinsregister eingetragen. Dies war eine wichtige Voraussetzung um 1998, erstmals in der Vereinsgeschichte, Grund und Boden zu erwerben. Es war uns möglich unseren Übungsplatz, auf dem sich auch unser Vereinsheim befindet, von der Gemeinde Köngen zu erwerben und somit langfristig dem Verein eine vernünftige Bleibe und eine sichere Zukunft zu geben.

Unsere Aktivitäten beschränken sich aber nicht nur auf den Hund. Als Mitglied im Ortsring der Gemeinde Köngen beteiligen wir uns auch rege an den kulturellen Ereignissen und gesellschaftlichen Veranstaltungen der Gemeinde. So führen wir u.a. seit 1992 bis heute , zusammen mit dem Musikverein Köngen, das traditionell jährlich stattfindende Maifest auf unsere Platzanlage durch.

Mit dem Gedanken ein harmonisches Vereinsleben zu führen, zum Wohle des Deutschen Schäferhundes und zum Wohle einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten, die Andersdenkende achten und schätzen, sehen wir mit Zuversicht neuen Herausforderungen entgegen.